Herren 1: War’s das?

Von René Dieterle / 9.11.2019

Wallisellen werden deutlich die Grenzen aufgezeigt. Schaffhausen schlägt die Glatttaler mit 5 zu 3. Das Team von Trainer Fede präsentiert sich zur Winterpause als Abstiegskandidat Nummer 1.

War’s das? Diese Frage muss nach der elften Saisonniederlage nicht nur erlaubt sein, die Verantwortlichen müssen sich dieser Frage auch stellen, sollte der fast sicher scheinende Abstieg noch irgendwie vermieden werden. Erneut kann der Mannschaft in Sachen Einstellung nichts vorgeworfen werden, ob und wie man mit diesem Personal mindestens 10 Punkte auf den rettenden 11. Tabellenplatz wettmachen kann, die Beantwortung dieser Frage wird die grosse Herausforderung in der höchst willkommenen Winterpause sein.

Dabei begann die Partie für die Platzherren höchst erfreulich. Bereits nach zwei Minuten tauchte der völlig vergessene Hasic alleine vor dem Gästetorhüter auf und erzielte die frühe Führung. Wer nun glaubte, dass dieser Treffer Sicherheit in die Reihen der Gastgeber bringen würde, sah sich arg getäuscht. Schaffhausen, nun hellwach, übernahm das Spieldiktat und dominierte das Geschehen fast nach Belieben. So kam es vor dem Gehäuse von Wallisellen in kurzen Abständen zu höchst turbulenten Szenen, allein ein Treffer gelang den Munotstädter nicht. Das lag zum einen an der mangelnden Treffsicherheit, andererseits an der aufopfernden Verteidigungsarbeit der Platzherren, die sich zeitweise in bester Eishockey-Manier in die Schüsse warfen und so den knappen Vorsprung in die Pause retteten. Dass Wallisellen nie mehr auch nur annähernd gefährlich vor dem gegnerischen Torhüter auftauchte, macht deutlich, in welche Richtung sich dieses Spiel entwickelte.

30 Minuten entscheiden das Spiel

Der zweite Abschnitt begann mit einem Knalleffekt. Praktisch vom Anstoss weg wurde Cooper mit einem weiten Ball in Szene gesetzt. Einer technisch einwandfreien Ballmitnahme folgte ein abgeklärter Abschluss und der längst fällige Ausgleich war Tatsache (46.). Dieser Treffer brachte Wallisellens Abwehr völlig aus dem Konzept und die Gäste setzten zu einem Schaulaufen an,  das bis zur 75. Minute im Ausbau der Führung 5 zu 1 gipfelte. In dieser Phase wurden die Grenzen und Möglichkeiten der Platzherren den Verantwortlichen deutlich vor Augen geführt. Daran ändert sich auch nichts, dass die Gelb-Blauen in der Schlussphase noch zu zwei Treffern kamen, zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste angesichts der deutlichen Überlegenheit ihre Bemühungen weitgehend eingestellt.

Nachdem direkte Mitkonkurrenten an diesem Wochenende zu teilweise eher überraschenden Punktegewinnen kamen, ist die Lage für Wallisellen äusserst prekär. Ob eine Korrektur in der Winterpause möglich ist, im Frühjahr werden wir es erfahren.

FC Wallisellen – FC Schaffhausen 3:5 (1:0). – Sportzentrum Wallisellen, 75 Zuschauer. – Tore: 2. Hasic (1:0), 46. Cooper (1 :1), 55. Kuljici (1:2), 65. Boulachab 1:3, 70. Tanzillo (1:4), Talic (1:5), 78. Rueda (2:5, Elfmeter), 93. Brembilla (3:5). – Wallisellen: Corbo, Frangi, Fernandes Costa (80. Alimi), Koide, Rueda (86. Borilovic), Crusi, Moor, Heiniger (65. Bermeo Vallejo), Caroli, Hasic (80. Brembilla), Fernandes Dinis (46. Memeti). – Bemerkungen: gelbe Karten (1 x W / 2 x S).

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