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Trainingslager der 1. Mannschaft in der Freien Republik Albergo Losone
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07.04.2006 | Reto Cueni  
Man verabschiedete sich voneinander und stieg müde aber glücklich ins Auto mit dem Wissen, dass man für diese Rückrunde, für die man sich so einiges vorgenommen hatte, gerüstet ist. Während der Heimfahrt, die einem wieder durch den Gotthard zurück in die weniger südlichen Gefilde brachte, wurde mit einem sehnsüchtigen Lächeln an die wunderbaren vergangenen fünf Tage gedacht. An unser Hotel, das eigentlich viel eher Freie Republik ist - man findet alles auf diesem Grundstück der Albergo Losone: Sympathisch grosszügige Räumlichkeiten, viel Grün, eine phantasievolle Einrichtung und wunderbares Essen, um nicht sagen zu müssen sündhaft gutes; zum Frühstück ein Buffet, das alles bot was das Herz begehrte, zum Mittagessen eine Auswahl an Antipasti, Salat und warmer Pasta - auch Mama hätte sie nicht besser hingekriegt - und zum Dinner, Abendessen wäre eine Untertreibung, ein Viergang-Menue bei dem die Geschmacksnerven Salsa tanzten. Es muss einmal gesagt werden wie wichtig das Essen für einen optimalen Trainingserfolg ist: Sehr wichtig!
Dementsprechend einsatzfreudig wurde auch trainiert und die sechs Trainingseinheiten, während denen endlich wieder auf einem Rasen jongliert,
gedribbelt und auf Torlatten geschossen werden konnte, waren eine echte Freude für uns Spieler. Die unter widrigen Wetterbedingungen geführte Vorbereitung war bis dahin allzu stark von Kampf gegen Schnee und Eis geprägt und nicht von fussballerischer Finesse und daran war der Petrus schuld; im Tessin aber zeigte er sich von seiner besseren Seite, dem Süden sei dank. Vor dem Abendessen begab man sich dann in die bereits erwähnte Oase di Bellezza, wobei die einen nacher tatsächlich dank Sauna, Dampfbad und Whirlpool noch besser aussahen als vorher und die anderen zumindest ihre Muskeln nach den kraftraubenden Sprinteinheiten wieder mit Energie aufgetankt hatten. An dieser Stelle sind auch die magischen Hände der mitgereisten Masseurin Mirjam Albert zu erwähnen, die in jeweils zwanzig Minuten einen neuen Menschen aus den lädierten, verkürzten und verhärteten Körperteilen knetete und den einzelnen auch gleich noch mit profunder Kenntnis über Muskel und Bewegungsapparat und den entsprechend gezielten Übungen versorgte - Mirjam , herzlichen Dank für deinen tollen Einsatz!
Nach dem göttlichen Festessen, bei denen sich jeweils die ganze FCW-Family, frei nach Richie C., mit Spielern, Trainer, Betreuern und Supportern versammelte, wurde mit komplizierten Rechenspielen der bis dahin vernachlässigte Geist geschult. Wobei zuweilen auch bei erfahrenen Trainern und FCW-Vorständen einige Schwächen im logischen Denken aufgedeckt und anschliessend mit starker Medizin behoben wurden. Neben oder nach diesen amüsanten Runden mit zwei Würfeln wurden auch kürzere und längere Ausflüge unternommen: Die Resega wurde zum vierten Play-off Spiel zwischen Lugano und Ambri von einem Trüppchen eishockeybegeisterter FCW-Spieler besucht und es war vor allem dem Sieg der Luganesi zu verdanken, dass trotz Ambri-Schal und -Wimpel alle Spieler wieder gesund und munter heimkehrten. Einen längeren Ausflug leisteten sich die FCW-Spieler am Samstagabend: die Discoteca Vanilla stand auf dem Programm. Dank dem Einsatz und dem Verhandlungsgeschick unseres Capitano Vaia gelang es der FCW-Crew auch diese Festung der Tessiner Dekadenz zu entern - leider aber ohne den Anführer selbst dabei haben zu können: Fabio musste leider aufgrund von Magenschmerzen unverrichteter Dinge den Heimweg ins Hotel antreten. Es wurde spät oder eben früh an diesem Abend, denn es war bereits bekannt, dass das für Sonntag vorgesehene Cupspiel gegen Urdorf abgesagt ist. An diesem Abend war die Kraft für die ausdauernden Tanzeinlagen bei den meisten vorhanden, wurde doch am Samstag auf das Training verzichtet und statt dessen eine von Chef-Organisator Dieterle und Hotelier Diego Glaus vorbereitete Reise nach Italien unternommen.
Eigens für uns FCWler wurde dazu ein Schiff gechartert, mit Matrose und Kapitän. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und so wurde die Schiffsreise auf dem ansonsten von Berghängen herrlich eingefassten Lago Maggiore ein wenig getrübt. Die lange Boots- und eine kleine Busfahrt führte uns schliesslich zu einem alten Dampfer, der als Ristorante umgebaut war. Im vornehm gehaltenen Innern des Schiffs fanden alle an einer riesigen Tafel Platz - ein wahrhaft mäjestätisches Gefühl, das uns von René bereitet wurde! Nach ausgiebigem Speis und Trank ging′s zurück aufs Schiff, um wenig später auf einer kleinen Insel namens "Isola dei Pescatori" einen Zwischenhalt einzulegen. Der angenehme Verdauungsbummel durch die unglaublich engen und herzig verwinkelten Gässchen liessen Magen und Geist wieder durchatmen und es wurde der eine oder andere dabei ertappt, wie er sich die Szenerie mit einer schönen Dame im warmen Tessiner Spätsommer ausmalte und daran dachte diese Insel einmal wieder aufsuchen zu müssen. Die nachfolgende Heimfahrt war dank der, auch samstags (!), eifrigen italienischen Zollbehörde, die zu einem erneuten Anlegen an ihrem nicht gerade auf dem Weg gelegenen Stützpunkt nötigte, noch einwenig verlängert worden und so fand man sich später ob der weiten Fahrt ein wenig schlaftrunken an Asconas Uferpromenade wieder, bordete den Bus und war wenig später bereits wieder in der hoteleigenen Wellnessanlage, um sich die Ausfahrt und die vorangegangenen Tage noch einmal durch den Kopf schweben zu lassen. Herrlich diese Tage im Tessin. Wunderbar gelungen der Mix aus Sport und Freizeit; gut gemacht Trainer!
So verging einem am Montag das süsse Lächeln, als der Alltag wieder zur Arbeit rief, aber immer dienstags und donnerstags im Training lassen einem die eine oder andere Geschichte an diese einmaligen Tage zurückdenken und erkennen, dass ein gelungenes Trainingslager viel mehr bedeutet als einfach ein  bisschen  Training.
Am Ende muss und darf dem Chef-Organisator dieser Tage, René Dieterle, mehr als ein Dank ausgesprochen werden; er war mit Herz und Seele dabei, organisierte nicht nur besagten Ausflug, sondern auch den Abstecher in die Resega, letzte Runden (obwohl die Bar bereits geschlossen war) und viele kleine andere, oft unbemerkte Dinge (das zweite Risotto am Samstag wurde kurzerhand in Pasta verwandelt!). All diese kleineren und grösseren Extras machten dieses Lager zu einem unvergesslichen Vergnügen - René, herzlichen Dank!
 
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