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Trotz Fehlstart an der Tabellenspitze
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02.01.2007
Interview mit FCW-Trainer Thomas Maag
Wohl erklärte die erste Mannschaft des FC Wallisellen vor der Saison 2006/2007 den Aufstieg in die 2. Liga als Ziel. Aber sowohl vereinsintern als auch ausserhalb des Vereins war doch einige Skepsis vorhanden, nachdem im Sommer vier Stammspieler das Team verlassen hatten. Trotzdem führt der FCW die Tabelle der 3.-Liga-Gruppe 5 nach der Vorrunde mit drei Punkten Vorsprung auf den FC Kloten an. Ein Interview mit FCW-Trainer Thomas Maag.

Thomas Maag, ist die Tabellenführung für Sie eine Überraschung?
Es ist für mich eine Überraschung, dass unsere Mitaufstiegskonkurrenten Kloten, Embrach und Niederweningen nicht mehr Punkte auf ihrem Konto haben. Keine Überraschung ist für mich, dass wir – wie im Vorjahr – 24 Punkte geholt haben. Wohl hatten wir im Sommer einige Abgänge zu verzeichnen, aber unser Kader hatte auch nach diesen Abgängen immer noch genug Substanz, um in der 3. Liga vorne mitzuspielen.

Aus der Statistik
Die erste Mannschaft des FC Wallisellen hat in der Vorrunde der Saison 2006/2007 insgesamt 11 Meisterschaftsspiele, 1 Cupspiel und 7 Trainingsspiele absolviert. In diesen 18 Spielen kamen 24 Spieler zum Einsatz.

Mit Torhüter Daniel Holenstein sowie Alexis Sigg und Fabio Vaia spielten drei Spieler alle 11 Meisterschaftspartien durch. Der Trainingsaufwand lag bei total 41 Stunden, was 28 Trainingseinheiten entspricht.

Trainingsfleissigster Spieler war Raffaello Giorgio, der kein einziges Training verpasste. Topskorer des Teams ist Lulzim Rexhaj mit 5 Toren vor Sasa Ljubisavljevic mit 4 Treffern.
Es wird oft davon gesprochen, dass der Start in die Meisterschaft entscheidend sei. Und der ging mit der Cup-Niederlage gegen den FC Töss und der 0:1-Niederlage gegen Kloten gründlich daneben…
Wir zeigten in den Vorbereitungsspielen sehr gute Leistungen. Und wir spielten im Cupspiel gegen den Spitzen-2.-Liga-Klub Töss 70 Minuten lang sehr gut – und verloren die Partie schliesslich nur auf Grund von zwei leichtfertigen Platzverweisen. Danach war bei uns der Faden im Offensivbereich gerissen. Wir konnten in der ganzen Vorrunde nicht mehr an die Leistungen der Vorbereitung anknüpfen. Hinzu kam der Schicksalsschlag gegen Kloten, als wir zehn Minuten vor Schluss beim Stand von 0:1 einen Penalty verschossen. Es war in der Tat ein Fehlstart nach Mass…

Weshalb hat sich ihr Team trotzdem wieder aufgefangen?
Wir haben seit Ende Mai intensiv an unserer Defensive gearbeitet. Das hat sich ausbezahlt. Mit nur 6 Gegentoren in 11 Spielen sind wir defensiv die stärkste 3.-Liga-Mannschaft in der Fussballregion Zürich. Hinzu kam die «Jetzt erst recht»-Stimmung im Team, unser taktisches Know-how und die mentale Stärke. Wir haben immer an uns geglaubt, auch wenn es nicht lief. In dieser Beziehung haben wir grosse Fortschritte erzielt.

Offensiv hat die Mannschaft aber nie richtig überzeugen können. Worauf führen Sie das zurück?
Defensiv gut zu spielen, bedingt ein defensiveres Denken. Das hat uns teilweise offensiv gehemmt. So gesehen muss ich das auf meine Kappe nehmen, habe ich doch strategisch die Defensive zum Hauptthema dieser Vorrunde erklärt. Hinzu kam aber auch, dass unsere Defensivspieler in diesem Herbst besser in Form waren als unsere Offensivspieler. Was zum Beispiel unsere Innenverteidiger Carmine Lotti und Beni Cerovec in dieser Vorrunde für Leistungen gezeigt haben, verdient höchsten Respekt.

Ihr ehemaliger Stürmer Loris Paglialonga kehrt auf die Rückrunde hin vom interregionalen 2.-Ligisten FC Effretikon zum FC Wallisellen zurück. Mit Lulzim Rexhaj, Raffaello Giorgio, Sasa Ljubisavljevic und dem 16-jährigen Talent Aladin Keserovic verfügen Sie aber bereits über vier gute Stürmer. Führt das nicht zu Problemen?
Ich denke nicht, denn alle diese Spieler sind bereit, sich unserem Ziel unterzuordnen. Zudem müssen wir mittelfristig Rexhaj und Ljubisavljevic ersetzen, denn Rexhajs Ärzte finden es in Anbetracht seines lädierten Knies nicht gut, wenn er weiter Fussball spielt. Und Sasa Ljubisavljevics primärer Job ist jener des Assistenztrainers und nicht des Spielers – er spielt nur, wenn es ihn wirklich braucht. Aus all diesen Gründen macht der Zuzug von Loris Paglialonga zum jetzigen Zeitpunkt sehr wohl Sinn.

In den ersten beiden Spielen der Rückrunde trifft Ihr Team auf das zweitplatzierte Kloten und das drittplatzierte Rümlang. Hat diese Konstellation Einfluss auf die Vorbereitungsphase?
Wir fangen bereits Mitte Januar – also zwei Wochen früher an als in den vergangenen Jahren – an, um den physischen Formhöhepunkt bereits Anfang April erreichen zu können.

Wie lautet die Zielsetzung für die Rückrunde?
Wir ändern nichts an unserer Zielsetzung: Wir wollen in die 2. Liga aufsteigen. Dabei bleibt es und wir werden auch alles dafür tun.

Und wenn Sie es nicht schaffen?
Dann versuchen wir es halt in der nächsten Saison wieder. Unser Team, das zu 70 Prozent aus Spielern besteht, die im FCW gross geworden sind, würde deshalb nicht auseinanderfallen. Wir wären zwar mit Sicherheit sehr enttäuscht, aber es gibt Schlimmeres im Leben, als nicht in die 2. Liga aufzusteigen.
 
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