Suche | Links | Kontakt | Impressum | Sitemap | Home
Wallisellens Junioren mit gutem Beispiel
Frontseite
Verein
Mannschaften
Spiele & Resultate
Sportanlagen
Veranstaltungen
Glattstar
Sponsoren
Supporter
Galerie
Archiv
29.03.2007 | Artikel aus dem Tages-Anzeiger vom 28.3.2007 | von David Schweizer
Das Gewaltpotenzial von jugendlichen Fussballspielern gegenüber Schiedsrichtern und Gegenspielern nimmt zu. Mit «be ToleranT»-Spielen will der Verband dem entgegenwirken.
Fussball. - Marcello Antino hat genug. Der Schiedsrichter gab Ende Februar seinen Rücktritt bekannt. «Die Schiedsrichterei ist ein geliebtes Hobby, doch so macht es einfach keinen Sinn mehr», sagte der Horgner gegenüber dem «Limmattaler Tagblatt», nachdem er im letzten Herbst die 3.-Liga-Partie zwischen Kosova und Birmensdorf abgebrochen hatte. Der Schiedsrichter hatte sich von den Spielern und Zuschauern vom FC Kosova bedroht gefühlt.
Dieses Beispiel ist bezeichnend: Die Gewalt auf den regionalen Fussballplätzen ist in der letzten Zeit merklich angestiegen. Und: Die Akzeptanz gegenüber dem Schiedsrichter, den Gegenspielern und den Zuschauern ist auch bei jugendlichen Fussballspielern im A- bis C-Alter merklich gesunken. Dies bestätigt Theo Widmer, Mitglied Technische Kommission beim Fussballverband Region Zürich (FVRZ). «Es ist vor allem erschreckend, dass es mittlerweile sogar schon Vorfälle an D-Junioren-Spielen gab, an denen Väter negativ auffielen.»
Die Spieler sensibilisieren
Mit dem Sozialprogramm «SFV be ToleranT» will der Schweizerische Fussballverband dieser negativen Entwicklung seit einiger Zeit im Nachwuchsfussball entgegenwirken. So werden die so genannten «be ToleranT»-Partien von den Spielern der beiden involvierten Mannschaften selber geleitet. «Zwei bis drei Junioren jedes Teams werden im Vorfeld von Vertretern vom FVRZ gecoacht und pfeifen danach abwechselnd rund 20 Minuten der Partie», erklärt Theo Widmer. Eine «be ToleranT»-Begegnung wird zudem nach dem Ende des Matches mit einer Diskussion unter allen Beteiligten abgeschlossen. «Es geht darum, die Junioren für die schwierige Arbeit des Schiedsrichters zu sensibilisieren», fasst Widmer das Ziel der Aktion zusammen.
Der Funktionär des FVRZ hat bisher gute Erfahrungen mit den «be ToleranT»-Partien gemacht. «Die Reaktionen sind durchwegs positiv. Wir mussten nie einschreiten», sagt Widmer. Dies bestätigt auch Nino Migliaccio, A-Junioren-Trainer beim FC Wallisellen. «Wir haben bereits vor rund zwei Jahren ein solches Spiel in Greifensee bestritten», erklärt Migliaccio. «Es war für die Jungen eine gute Erfahrung.» Morgen Donnerstag bestreiten nun Migliaccios Spieler erstmals in Wallisellen eine «be ToleranT»-Testpartie. Gegner sind dann die Alterskollegen vom FC Fällanden (Sportzentrum, 20.00).
«be ToleranT» in der Meisterschaft
Insgesamt fünf Spiele dieser Art hat der FVRZ im nächsten Saisonhalbjahr angesetzt. Darunter sind auch Partien mit echtem Wettkampfcharakter. So findet am nächsten Samstag das B-Junioren-Meisterschaftsspiel zwischen Oberwinterthur und Wiesendangen und am Pfingstmontag ein A- und B-Junioren-Turnier in Schaffhausen unter dem «be ToleranT»-Label statt. «Wir möchten die Anzahl der «be ToleranT»-Matches in absehbarer Zeit verdoppeln», sagt Theo Widmer.
 
Copyright © 2005-2013 FCWallisellen