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Ab Saison 2007/2008 beeinflussen Verwarnungen und Platzverweise die Tabellen des FVRZ
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24.04.2007
Gemäss der Entscheidung des SFV-Verbandsrates können ab neuer Saison Verwarnungen und Feldverweise Ende Saison die Tabelle beeinflussen. Ostschweizer, Zürcher und Innerschweizer Fussballverband sind Initianten dieser neuen Regelung.
Das Projekt lag schon lange im Köcher, jetzt geht es in die Praxis: Ab kommender Fussballsaison 2007/08 können ausgesprochene Strafen wie Verwarnungen und Platzverweise in Sachen Auf- und Abstieg zu massgebenden Kriterien werden. Der Schweizerische Fussballverband (SFV) hat das Projekt genehmigt und stellt seinen Verbänden frei, diese neue Regelung umzusetzen. Die beiden Vorreiter der Idee – der Fussballverband Region Zürich (FVRZ) und der Innerschweizer Fussballverband (IFV) sowie der Ostschweizer Fussballverband (OFV) – sind auch die ersten, welche in der neuen Saison konkret damit arbeiten.
Zumindest am Anfang dürfte das Umsetzen da und dort zu Diskussionen Anlass geben. Konkret sieht das neue Reglement vor, dass bei Gleichpunktigkeit Ende Saison nicht mehr die Tordifferenz beziehungsweise die geschossenen Tore, sondern die Anzahl Strafpunkte über Auf- und Abstieg oder eventuelle Entscheidungsspiele massgebend sind und hinter den Punkten als erstes Kriterium gelten. Zu gut deutsch: Faire Teams werden für ihr Verhalten belohnt; wer sich während der Meisterschaft zu viel zu Schulden kommen lässt, wird Ende Saison entsprechend nicht auch noch bevorzugt.
Überfällige Neuerung
Die neue Regel hat eine dermassen einleuchtende Logik, dass man sich fragen muss, weshalb der Fussball seit Jahrzehnten ohne sie ausgekommen ist. Inwieweit diese vom FVRZ und IFV jetzt umgesetzte Neuerung in der Schweiz Fuss fasst und danach über die Landesgrenzen hinaus wirksam würde, ist noch nicht abzusehen.
Vereinsfunktionäre wie Trainer sind gleichermassen gefordert, diese neue Massnahme ihren Mannschaften und Spielern entsprechend zu kommunizieren – und dies nicht erst dann, wenn die Meisterschaften im Frühsommer in die entscheidende Phasen gehen. Bereits Strafen zu Saisonbeginn können sich am Ende der Championats negativ auswirken und das Erreichen gesteckter Saisonziele in Frage stellen.
Fehlbare intern sanktionieren
Es ist nicht die Meinung, dass dem Kampfsport Fussball eines seiner wesentlichen Charaktere beraubt wird; die Physis, die Zweikämpfe werden weiterhin zu diesem Sport gehören. Niemand will "Fussball light" oder Null-Toleranz. Vielmehr sollen sich vor allem permanent oder immer wiederkehrend Fehlbare dessen bewusst werden, dass ihre eigene Undiszipliniertheit der Mannschaft wie dem Verein nun konkreten Schaden zufügen können. So dürften Clubs den Strafpunktesammlern auch eindringlich ins Gewissen reden – oder sie früher aus dem Verein verabschieden, als ihnen lieb ist. Der Fussballsport bedeutet wohl das Ausleben einer gesunden Aggressivität; umgekehrt muss er auch dazu – und weit mehr – da sein, Selbstdisziplin zu üben und umzusetzen.
«Gute Teams spielen fair» – diesem Motto wird mit der neuen Regelung markant Nachhaltigkeit verliehen. Diese Massnahme ist seitens des FVRZ eine weitere in dessen Gesamtpaket, dem Fairplay konkret Nachhaltung zu verschaffen.
 
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