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Zweimal über 20 Jahre Lebensschule
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14.04.2013 | von Thomas Eckereder
Schiedsrichter des FC Wallisellen werden ausgezeichnet und sind aktiv
Am vergangenen Montag durften die beiden Schiedsrichter des FC Wallisellen Daniel Kolbe und Thomas Eckereder besondere Ehre erfahren. An der Generalversammlung der Schweizerischen Schiedsrichter Verbandes der Region Zürich wurden beide für ihren langjährigen Einsatz als Fussballschiedsrichter geehrt.
Der 42-jährige Daniel Kolbe, Inhaber einer Catering und Event Firma in Zürich, wurde für 25 Jahre Schiedsrichtertätigkeit geehrt. Bereits mit 17 Jahren liess sich Kolbe also, als junger Mann, als Schiedsrichter ausbilden. Heute ist er im Vorstand des Verbandes für die Neu-Schiedsrichter Ausbildung tätig und gibt sein langjähriges Wissen dem Schiedsrichternachwuchs weiter. Daneben ist er weiterhin als 2. Liga Schiedsrichter und als Schiedsrichter-Assistent in höheren Ligen im Einsatz.
Der 38-jährige Thomas Eckereder, Anlageberater auf einer Schweizer Privatbank, wurde für 20 Jahre Schiedsrichtertätigkeit geehrt. Er hat also kurz nach seiner Volljährigkeit im Herbst 1993 den Schiedsrichter-Grundkurs gemacht. Übrigens dauerte der Grundkurs damals noch rund 6 volle Abende. Heute wird die Ausbildung kompakt an einem Wochenende im Sportzentrum des Zürcher Kantonalverbandes für Sport in Filzbach durchgeführt. Eckereder amtete um die Jahrtausendwende für 3 Jahre als Assistent in der heutigen Challenge League und war 10 Jahre lang als Schiedsrichter in der 2. Liga im Einsatz. Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit musste er kürzer treten. Heute pfeift er noch aktiv in der vierten oder fünften Liga oder im Juniorenbereich um fit zu bleiben. Daneben inspizieren beide andere Schiedsrichter und geben nach einem Spiel unmittelbar dem Schiedsrichter ein Feedback, was er gut oder schlecht gemacht und somit auch wo er sich verbessern kann. Die Notengebung entscheidet dann ob ein Schiedsrichter eine Liga höher pfeifen darf oder nicht. Eckereder meint: "Diese 20 Jahre und geschätzte 500 gepfiffene Spiele waren eine fantastische Lebensschule und noch heute pfeife ich mit Freude Fussballspiele". Die zunehmende Nichtakzeptanz des Schiedsrichters auf dem Feld, welche manchmal gar in einer Tätlichkeit ausartet, gibt ihm aber zu denken. Die Zeitungsnachricht über den Tod eines 41-jährigen holländischen Amateur Assistenten im letzten Herbst 2012, welcher von 15-16 jährigen Jugendlichen mit Schlägen und Tritten so schwer verletzt wurde, dass er den Montag nicht überlebte, hat Eckereder erschüttert. Soll im Extremfall der Tod eines Menschen zum Amateur-Fussballsport gehören? Selbstverständlich nein und bei über 10‘000 Spielen pro Saison im Kanton Zürich gibt es auch nur 2-3 Spielabbrüche wegen Tätlichkeit am Schiedsrichter. Aber jeder Fall ist einer zu viel. "Darum habe ich mir auch nach 20 Jahren Schiedsrichterei zum ersten Mal erlaubt, an der Generalversammlung einen durchaus provokativen Antrag zu stellen über welchen die rund 200 anwesenden Schiedsrichter (von insgesamt rund 700 Schiedsrichter im Kanton Zürich) zu befinden hatten. Eckereder forderte, dass beim nächsten tätlichen Angriff eines Spielers oder Zuschauers auf den Fussballplätzen des Kantons Zürich, am darauffolgenden Wochenende die Schiedsrichter aus Solidarität mit dem angegriffenen Schiedsrichter in den Streik treten und kein Spiel anpfeifen. "Damit bestraft man natürlich auch Fussballer die sich Wochenende für Wochenende korrekt verhalten", ist sich Eckereder bewusst, aber es geht darum ein starkes Zeichen zu setzen.
Der Vorstand des Verbandes lehnte den Antrag mit der Begründung ab, dass es in einer Vereinbarung zwischen SFV und dem Verband der Region Zürich einen Punkt gibt, dass es keinen Streik geben darf. Ausserdem sei aus Sicht des Vorstandes der Streik das falsche Mittel. Die Mehrheit folgte den auch dem Vorstand und lehnte den Antrag ab. Rund 20 Schiedsrichter stimmten zu und etwa gleichviel enthielten sich der Stimme. Die vorangegangenen Voten waren sich aber einig, dass Gewalt auf dem Fussballplatz ein Problem ist und dass gewisse Massnahmen ergriffen werden müssen. Eckereder hofft, dass sein Antrag zumindest die Diskussion um das Thema am Leben erhält und der Vorstand nun von sich aus das Thema weiterverfolgt.
 
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