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Glattstar 01/2003: Alles oder nichts
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von Thomas Maag  
10 Spiele, 18 Punkte, Torverhältnis 18:15, Rang 5 - vier Verlustpunkte hinter Leader Kloten. Insgesamt haben unsere 25 Kaderspieler 18'425 Spielminuten und knapp 53'080 Trainingsminuten absolviert und 298 Frondienststunden (exklusive Mithilfe an der Walliseller Messe und Juniorentrainerjobs) für den Verein geleistet. Das ist die Vorrunden-Billanz in reinen Zahlen.

Grundsätzlich müssen wir mit dieser Bilanz zufrieden sein, denn wir haben unsere Zielsetzung, trotz Systemumstellung von Mann- auf Raumdeckung in der Spitzengruppe mitzuspielen, nahezu erreicht. Die Umstellung hat uns - wie erwartet - Punkte gekostet (Heimniederlagen gegen Regensdorf II und Dielsdorf). Sie hat aber unser Team taktisch und auch bezüglich Anzahl Punkten (6 Siege) weitergebracht. So zeigten wir über weite Strecken - vor allem bei den Siegen gegen Oerlikon und Glattfelden - auf, was mit Raumdeckung, Viererkette und einem konsequenten Mettelfeldpressing in der 3.Liga möglich ist.

Seit dem 23. Januar befinden wir uns wieder im Training. Nicht mehr dabei sind in der Rückrunde Andy Weber und Ioan Surber. Während Andy in der Winterpause seinen Rücktritt erklärt hatte, war Ioan auf Grund seiner beruflichen und schulischen Belastung den Anforderungen bezüglich der erforderten Präsenz nicht mehr gewachsen. An dieser Stelle bedanke ich mich im Namen der ganzen Mannschaft bei beiden Spielern für ihren Einsatz im Dienste der ersten Mannschaft.

Bis Ende Februar standen für die verbleibenden 23 Kaderspieler ausschliesslich Lauftrainings mit der Pulsuhr und an den Wochenenden Vorbereitungsspiele auf dem Programm. Ziel dieser zahlreichen Spiele ist es, die Automatismen unseres Spielsystems zu schulen und verschiedene "Viererketten"-Konstellationen auszupropieren. Anfang März dann werden wir im Trainingslager in der Südtürkei eine Woche lang im technischen und taktischen Bereich arbeiten. Danach folgt der Feinschliff im Bereich der Schnellkraft und der koordinativen Fähigkeiten, ehe wir am Sonntag, 30. März (evtl. schon Samstag, 29. März), mit der Heimpartie gegen Leader Kloten in die Rückrunde starten.

Was aber ist nun konkret das sportliche Ziel dieser Rückründe? Auf Grund der Vorrunde und der erzielten Fortschritte muss es weiter vorwärtsgehen. Die Mannschaft ist gefestigt, der Teamgeist is perfekt und die taktischen Fortschritte erkennbar. In dieser Rückrunde wird es darum gehen, die "Schmerzgrenzen" des TEams auszuloten. Wo ist das Limit der physischen und psychischen Belastbarkeit? Sind die Spieler dem selbst auferlegten Druck gewachsen? Sind sie bereit, für den Erfolg einen Mehraufwand zu betreiben? Sind sie genug "hungrig", um Wochenende für Wochenende den notwendigen Siegwillen aufzubringen?

Diese Fragen müssen wir in der Rückrunde beantworten. Und zwar nicht in einer Teamsitzung, sondern auf dem Platz. Und diese Antworten werden darüber entscheiden, ob der FC Wallisellen nachhaltig eine 3.-Liga-Spitzenmannschaft oder gar eine 2.-Liga-Mannschaft stellen kann. Aus meiner Sicht ist dies ein realistisches Ziel. Und für den Gesamtverein ein wichtiges Ziel. Denn nur, wenn wir unseren fast 200 Junioren sportliche Perspektiven anzubieten haben, werden wir talentierte Spieler im Verein halten können. Und nur mit einer sportlichen Perspektive werden wir weiter externe Verstärkungen nach Wallisellen holen können. Auf solche werden wir wiederum solange angewiesen sein, wie wir nicht zwei bis drei Junioren pro Jahr in die erste Mannschaft integrieren können. Bis wir dazu in der Lage sind, wird es auf Grund der aktuellen Situation im A-/B-/C-Juniorenbereich noch ein paar Jahre dauern. Es geht in den nächsten Jahren aber auch darum, sich im immer härter werdenden Verdrängungswettkampf, der in der mit Fussballklubs dicht besiedelten Region Zürich-Nord herrscht, als finanziell gesunder und erfolgreicher Verein zu behaupten und sich eine eine starke Position zu verschaffen.

Was will ich mit dieser These sagen? Die Wechselwirkung 1. Mannschaft / Juniorenabteilung / Gesamtverein ist stärker, als sie bei uns im Klub zur Zeit wahrgenommen wird. In diesem Sinn hoffe ich, dass wir mit der ersten Mannschaft unseren Teil zu einer erfolgreichen Zukunft des FCW beitragen können.

Thomas Maag
 
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