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Glattstar 02/2003: Besser die bittere Wahrheit als eine süsse Illusion
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von Thomas Maag  
22 Spiele, 30 Punkte, Torverhältnis 42:44, Rang 7 - und 18 Punkte Rückstand aud den verdienten Aufsteiger Kloten. So lautet das enttäuschende Fazit der ersten Mannschaft nach der Saison 2003/2004 - und das zweitschlechteste Ergebisn, in den sechs 3.-Liga-Saisons, die der FCW seit dem Abstieg aus der 2. Liga bestritten hat.

Dabei sah es nach der Vorrunde noch ganz ordentlich aus, lagen wir doch nur vier Verlustpunkte hinter Leader Kloten zurück. Mit nochmals erhöhtem Aufwand - inklusive einem Trainingslager in der Türkei - und voller Hoffnungen starteten wir in die Rückrunde. Auch das 2:2 gegen Kloten im ersten Spiel liess hoffen. Doch nachdem wir im Nachtragsspiel gegen Bassersdorf kurz vor Schluss einen 3:1-Vorsprung preisgegeben und darauf hin gegen Regensdorf II sang- und klanglos 0:1 verloren hatten, nahm die Erfolglosigkeit ihren Lauf.

Wir fanden nie mehr zu jener Sicherheit zurück, die wir noch in den Vorbereitungsspielen ausspielten. Sicherlich waren wir in dieser Rückrunde vom Verletzungspech verfolgt. Und sicherlich wurden wir nicht im Überfluss von den Schiedsrichtern bevorteilt (wir erhielten die ganze Saison keinen einzigen Penalty zu unseren Gunsten gepfiffen!). Und mit Garantie war es kein Vorteil, dass unsere jeweiligen Gegner immer unmittelbar vor der Partie gegen uns mit Siegen gegen den Tabellenletzten Wipkingen (mit einem Punkt abgestiegen) neues Selbstvertrauen tanken konnten. Aber all diese Faktoren können nicht allein als Begründung für den enttäuschenden 7. Rang und die 18 Punkte Rückstand auf Leader Kloten herhalten.

Wir - und da stehe vor allem ich als Trainer in der Verantwortung - müssen uns selbst an der Nase nehmen. Team-intern haben wir die vergangene Saison analysiert und unsere Schlüsse daraus gezogen. Das Fazit unserer Erkenntnis: Besser die bittere Wahrheit als eine süsse Illusion.

Vier Abschiede und drei neue Stürmer
Mit Patrick Bichsel, Daniel Grossmann und Hanspeter Fröhlich (alle aus beruflichen Gründen in die 2. Mannschaft) sowie Stefano Scaglioni (A-Junioren-Trainer / Senioren FC Altstetten) haben uns im Sommer vor Defensivspieler verlassen. Was noch weit schwerer wiegt: Dani, Hampe und Stefano waren Spielerpersönlichkeiten, die den Charakter und die Chemie des Teams stark mitgeprägt haben. Diese Lücke wird nicht vom einen auf den anderen Tag zu schliessen sein. An dieser Stelle sei diesen drei ein grosses Dankeschön ausgesprochen für alles, was sie für die erste Mannschaft getan haben.

Auf Grund dieser frühzeitig bekannten Abgänge und der Tatsache, dass sich aus dem jungen A-Junioren-Kader (noch) keine Spieler aufgedrängt haben, kontaktierten wir bereits im Frühling potenzielle externe Verstärkungen. Bis Ende Juni fanden Kontakte zu 21 Spielern statt - etwas frustriert mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass nicht immer rein sportliche Gründe für die 18 Absagen ausschlaggebend waren. Nichts desto trotz ist es uns gelungen, unsere schmale Basis an Stürmern zu verstärken: Mit Jonas Allemann (Jahrgang 1981, SC Veltheim II), Raffaello Giorgio (FC Näfels II) und Massimo Lando (FC Dübendorf II) haben drei Stürmer zugesagt, die nicht nur über einiges Potential verfügen, sondern sich bereits nach kurzer Zeit bestens in die Mannschaft integriert haben. Positiv zu erwähnen ist auch die Tatsache, dass jene bestandenen Spieler unseres Teams, welche von anderen, teils oberklassigen Vereinen kontaktiert worden sind, der Versuchung widerstanden haben. Damit haben sie ihren Glauben an die erste Mannschaft dokumentiert und ein eindeutiges Zeichen für die Zukunft gesetzt.

Ziel: Besser sein als letzte Saison
Somit starten wir mit einem stark offensiv ausgerichteten 21-Mann-Kader in die neue Saison. Nach den Erfahrungen aus dem Frühling und der nicht ganz optimalen Kaderergänzung (vier defensive Abgänge, drei offensive Zuzüge), müssen wir die neue Saison realistisch in Angriff nehmen. Um ganz an der Spitze mitzuspielen, reicht unsere Substanz kaum aus. Ein vorderer Mittelfeldplatz sollte jedoch im Bereich des Möglichen liegen, sofern wir vom Verletzungspech verschont bleiben. Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, das Ergebnis der letzten Saison (7. Rang) zu verbessern. Diese Zielsetzung hat nichts mit Understatement zu tun, sondern vielmehr mit der gemachten Erkenntnis: Besser die bittere Wahrheit als eine süsse Illusion.

Thomas Maag

P.S. Wer regelmässig über die 1. Mannschaft via E-Mail-Newsletter informiert werden will, schickt einfach ein E-Mail mit dem Stichwort "Newsletter" an thmaag@viva.ch
 
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