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Glattstar 02/2005: Bericht Pfingstturnier in Stmas (Tirol)
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von Pascal Oliver Hauser  
5. Turniersieg des FC Wallisellen Selection in den letzten 6 Jahren am internationalen Pfingstturnier in Stams 2005

oder

Die würdige Verabschiedung des FC Wallisellen von der internationalen Fussballbühne, nur getrübt durch einen kleinen Wermutstropfen

„Pfingsten in Stams. Das ist eine Symbiose von Sport, Top-Sound und einem unvergesslichen Partyerlebnis. Bereits zum 23. Mal veranstaltet die TS Raika Stams, Sektion Fussball, am 14. und 15. Mai 2005 das traditionelle internationale Pfingstturnier für Kampfmannschaften. 15 Mannschaften aus Deutschland und der Schweiz nutzen die Wettkampfpause, um ein sportliches Programm mit einem kameradschaftlichen Vereinsausflug zu verbinden.“ Passendere Worte als diejenigen aus der Tiroler Presse sind wohl kaum zu finden, um einem Nicht-Teilnehmer den Mythos „Pfingsten in Stams“ näherzubringen.

Mehr als drei Viertel der aktuellen Kaderspieler der 1., 2. und 3. Mannschaft des FC Wallisellen und der Senioren-Mannschaft haben die Faszination „Pfingsten in Stams“ in den vergangenen 8 Jahren persönlich kennen- und lieben gelernt. Die unzähligen Erlebnisse und Ereignisse werden an FCW-Anlässen immer und immer wieder feilgeboten und tragen so zu einer freudigen Stimmung und einer gestärkten Kameradschaft innerhalb der FCW-Familie bei.

Als Pascal Oliver Hauser vor sechs Jahren die Organisation der Pfingstreise ins Tirol übernahm, war ihm aus den Erfahrungen der vergangenen zwei Jahren eines klar geworden: „Die perfekte Welle“ an Pfingsten konnte nur über den sportlichen Erfolg ausgelöst werden; und der sportliche Erfolg hatte fortan einen Namen: Turniersieg, nicht mehr und nicht weniger!

Vorbei waren die Zeiten, als die Positionen der Spieler auf dem Feld mittel Los entschieden wurden, Roger Fürst als Torhüter trotz nur einem Gegentor keine gute Figur machte oder die Viererabwehrkette bestehend aus Patric Ess, Berny Wühtrich, Antonio Marucci und Marcel Scherrer von den gegnerischen Sturmreihen schwindlig gespielt wurden.

Seit dem Jahr 2000 wurden die Strukturen Jahr für Jahr professionalisiert: Gezielte Mailings an die Teilnehmer zur Förderung der Motivation vor dem Event, klare Kommunikaiton der Zielsetzung, des Rahmenprogramms und der disziplinarischen Grundsätze, frühzeitiges Eintreffen auf dem Fussballplatz, seriöse Einlauf- und Aufwärmphase vor jedem Spiel, kurze Teamsitzung mit geordneter Mannschaftsaufstellung und klarer Spieltaktik, um nur einige der Erfolgsgaranten zu nennen.

Was folgte war eine Turnierbilanz wie sie eindrücklicher nicht sein könnte: 6 Teilnahmen seit dem Jahr 2000, 5 Turniersiege (2000, 2001, 2002, 2004, 2005). Laut den Turnierorganisatoren Alexander Dosch und Stefan Einackerer vom TS Raika Stams sind wir zur erfolgreichsten Mannschaft des internationalen Pfingstturniers aufgestiegen. Das Turnier wurde dieses Jahr bereits zum 23. Mal durchgeführt. Zudem gilt das Stamser-Pfingstturnier in der FCW-Familie insgeheim als „Saisonhöhepunkt“. Und die ran-Statistik bringt noch mehr ans Tageslicht: Die FCW-Aktivmannschaften zeigten eine Woche vor dem Pfingstturnier und danach bis zum Saisonende (in den restlichen 1 – 5 Spiele) eine statistisch nachweisbare Aufwärtstendenz, welche drei Mal gar den Aufstieg in eine höhere Spielklasse bedeutete.

Die diesjährige sportliche Bilanz sieht wie folgt aus: 6 Spiele, 5 Siege, 1 Unentschieden, 16 Punkte und ein Torverhältnis von 10 : 0 (!). Weshalb unser Top-Torhüter Stefan „Stibe“ Albert für diese Weltklasse-Leistung nicht zum zweiten Mal mit dem Preis „Bester Torhüter des Turniers“ ausgezeichnet wurde, ist unverständlich und derzeit Gegenstand intensiver Untersuchungen. Wir werden Sie über den Ausgang der Nachforschungen selbstverständlich auf dem laufenden Halten.

Assistiert, unterstützt und gecoacht wurde das grösste Torhütertalent des FC Wallisellen von der Torhüter-Legende und dem aktuellen und langjährigen „Eins-Trainer“ Thomas „Ich nimme s’Einzelzimmer“ Maag. Somit sind wir beim Spielerkader des diesjährigen Turnieres angelangt. Trainer Pascal „O steht nicht für Otto“ Hauser machte dem Namen „FC Wallisellen Selection“ wieder alle Ehren: Von siebzehn aufgebotenen und eingesetzte Spielern figurieren sechs aus dem Kader der 1. Mannschaft des FC Wallisellen (Thomas Maag, Mike Frauenknecht, Fabio Vaia, Alexis Sigg, Marco Horisberger, Raffaello Giorgio), fünf aus der 2. Mannschaft (Stefan Albert, Markus Pfanner, Hanspeter Fröhlich, Raphael Hug, Davide Lufrano), zwei aus der 3. Mannschaft (Ronny Murer und Alex Lanner), einem aktuellen Senioren (Pascal Oliver Hauser), zwei Walliseller Ur-Gesteinen und aktuellen Senioren des FC Altstetten (Stefano Scaglioni und Antonio Marucci) und der Leihgabe des FC Siemens (Frank Eisenhut). Als Betreuer konnten mit den Gebrüdern Patrick und Christian Lanner zwei weitere Stams-erprobte Drei-Spieler verpflichtet werden.

Die Überlegenheit des FC Wallisellen Selection in den letzten Jahren hatte auch Auswirkungen auf das diesjÄhrige Turniertableau. Der SÜdtirol-Meister FC Obermais und der Finalgegner der vergangenen zwei Jahre, der SV Neuhadern, entschieden sich fÜr eine Teilnahme an einem der umliegenden Turniere. Zudem kamen mit dem FC Eschenbach und dem FC Winkeln zwei weitere ambitionierte Schweizer Mannschaften hinzu. Das Teilnehmerfeld bestand somit aus 7 deutschen und 8 Schweizer Kampfmannschaften.

Der FC Wallisellen-Selection bekam es in den Gruppenspielen am Samstag mit dem SG RÖtenbach-Dittishausen (D), dem TSG Stuttgart (D) und dem FC Rohr (CH) zu tun. Auf den souveränen 4:0-Auftaktsieg gegen Rötenbach folgte ein erkämpftes 2:0 gegen Stuttgart, wobei der Sieg erst in den Schlussminuten durch den zweiten Treffer (Raphael Hug) gesichert werden konnte. Nach einer rund dreistündigen Wettkampfpause, welche intensiv zur Nahrungsmittel- und Flüssigkeitsaufnahme genutzt wurde, mussten wir uns im dritten Gruppenspiel gegen den FC Rohr, trotz hochkarätiger Chancen, mit einem 0:0 begnügen. In diesem Spiel zeigten sich auch die zwei einzigen Schwächen in den Walliseller Spielerreihen: die ungenügende Chancenauswertung und das suboptimale Halten der Positionen. Es lag nun an Spieler-Trainer Hausi diese Erkenntnisse vertieft zu analysieren und für den Folgetag die richtigen Massnahmen einzuleiten. Denn mit Deportivo Zürich (mit den beiden Geschäftsinhabern von Seefeld-Reisen Christian Bliggenstorfer und Berhard Wüthrich) stand uns zu Beginn der Finalspiele gleich ein sehr spielstarker und technisch beschlagener Gegner gegenüber.

Inspiriert von der grandiosen 6:3-Schluss-Vorstellung des FC Bayern im Olympiastadion stellte der Trainer die Diziplin, die Laufbereitschaft und den Siegeswillen in den Mittelpunkt der noch kommenden Spiele. Zudem wurde die Auswechseltaktik verfeinert und auf die Konzentration bei Zuspielen, Flanken und im Abschluss vermehrt Wert gelegt. Die Massnahmen zeigten Wirkung. Der Viertelfinal gegen Deportivo wurde durch ein Tor von Marco Horisberger (bester Torschütze von Wallisellen Selection mit 3 Toren) entschieden. Ein harter Schlag für unsere Freunde aus Zürich, hatten Sie doch die gesamte Abendgestaltung auf dieses entscheidende Spiel gegen uns ausgerichtet und entsprechend seriös vorbereitet. Zudem kam es zu der grotesken Situation, dass der Haupttrikot-Sponsor des FC Wallisellen (Seefeld-Reisen) in der gegnerischen Mannschaft mitspielte (Bernhard Wüthrich). Nun stand der Halbfinal gegen den FC Kirchberg (CH) auf dem Programm: Mit einem Ballbesitz-Verhältnis von 73:27 wurde das Spiel von uns klar dominiert und mit 2:0-Toren auch zu unseren Gunsten entschieden. Dem Finalspiel gegen den starken FC Winkeln (CH) am Sonntag, 15. Mai 2005 um 17.30 stand nichts mehr im Wege. Der St.Gallische FC Winkeln trat mit einer reinen A-Junioren-Mannschaft (Altersdurchschnitt 18,5 Jahre) bestehend aus 22 Mann und einem engagierten Trainerkollegen an. Ihre ruppige und provokative Spielweise fand bereits über den gesamten Turnierverlauf negative Beachtung. Dies zeigte sich spätestens bei der Siegerehrung am Sonntag Abend im Stamser Festzelt.

Den Pokal vor Augen versuchte Spieler-Trainer Hauser vor dem Spiel mit einer feurigen Ansprache nochmals die letzten Energiereserven sämtlicher Spieler freizusetzen. Es stellte sich die Frage, ob die mangelnde Jugend mit der nötigen Erfahrung und Übersicht wettgemacht werden konnte? Es entwickelte sich ein interessantes, intensives und hochstehendes Finalspiel mit Chancen auf beiden Seiten. In der 12. Minute dann die Schrecksekunde für Team-Senior Hauser. Nach der Balleroberung in der gegnerischen Platzhälfte spielte er den Ball zurück auf Hampe. Dabei kam es zum Kontakt mit einem Gegenspieler des FC Winkeln. Schmerztreibende Minuten später fand sich Hauser auf der Tragbare liegend auf der Seitenlinie wieder. Diagnose: Riss des usseren Kreuzbandes am rechten Knie. In der wegen der Spielunterbrechung fälligen Nachspielzeit kam es zur spielentscheidenden Situation im gegnerischen Strafraum. Ein Corner von links wurde von Hanspeter Fröhlich und Raphael Hug gemeinsam verlängert. Der Ball gelangte zu Antonio Marucci, welcher mit einem strammen Flachschuss den gegnerischen Torhüter zum vielumjubelten Siegestreffer überwand. Was danach folgte ist Tradition und Kult zugleich.

Der „FC Wallisellen Selection“, nicht nur ein Name, sondern auch ein Konzept mit Zukunft. Über die weitere Verwendung dieses „Trade Mark“ des FC Wallisellen, welche auch über die Schweizer Landesgrenzen (auch vor Schengen) hohen Bekanntheitsgrad erlangte, sollte in einer der nächsten Vorstands-Sitzungen des FC Wallisellen intensiv diskutiert werden.

Aber vielleicht hat die Stamser-Erfolgsserie auch etwas mit der Kontinuität mit der Frisur von „Christel Stürmer“ zu tun ...

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer, Ihr wart einfach Spitze!
Pascal Oliver Hauser

P.S.: Wie Mike Frauenknecht seinen 22. Geburtstag feierte, wieviel eine 60-er-Schachtel „Feiglinge“ kostet, welche zwei Spieler als „Drachentöter zu Stams“ zur Auswahl stehen, was Raffaelo Giorgio mit Pasquale Bosco gemeinsam hat, weshalb bei 18 Übernachtungen nur 15 bezahlt werden müssen, weshalb es Berny Wüthrich immer wieder nach „Seefeld“ zieht, welche Art von Entwicklungshilfe Micheline Calmy-Rey im Tirol betreibt, weshalb unser Siegerpokal im Festzelt so begehrt ist, wer beim Frühstück mit dem Mohrhuhn spielt, welcher Spieler bereits Bekanntschaft mit seiner zukünftigen Schwiegermutter gemacht hat und warum Frank bei den Taxichauffeuren so beliebt ist, wird in den nächsten Wochen und Monaten wohl noch ausreichend diskutiert.
 
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