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19.02.2008
Liebe FCW-ler
Wie soll ich als Präsident einen Jahresbericht verfassen, wenn mich zum Zeitpunkt dieses Schreibens ganz andere Dinge beschäftigen. Es ist dies der Verlust von zwei sehr verdienstvollen FCW Mitglieder.
Am 19.11.2007 erreichte uns die traurige Nachricht, dass unser Ehrenmitglied Sylvia Rindlisbacher völlig unerwartet gestorben ist. Seit ich im FC Wallisellen bin, kannte ich Sylvia und in späteren Jahren habe ich sehr viel mit ihr zusammen gearbeitet. Ich kann es also beurteilen, wenn ich sage, dass mit Sylvia auch ein Stück FCW gestorben ist.
Kaum konnte man es langsam begreifen was mit Sylvia passiert war, erreichte uns die nächste Hiobsbotschaft. Am 20.12.2007 kam die Nachricht, dass unser Freimitglied «Schneeflöckchen» Elisabeth Thommen nach kurzer schwerer Krankheit im Spital gestorben ist. Ich kann mich noch genau erinnern, wie Elisabeth als völlige «Fussballbanause» von Markus Angst im FCW vorgestellt wurde. Wie sich Elisabeth innert kürzester Zeit in dieser Männerdomöne durchgesetzt hat und sich zu einer richtigen Fussball-Fachfrau gemausert hat, war einfach bewundernswert. Ein in Memorium finden Sie in dieser Ausgabe. Sylvia, Elisabeth, wir werden Euch vermissen.
Diese tragischen Ereignisse zeigen mir immer wieder auf, wie klein doch unsere alltäglichen Probleme sind. Seien es Probleme mit pubertierenden Teenagern, Meinungsverschiedenheiten oder Wehwechen - nichts ist so endgültig wie der Tod. Ich weiss, das Leben geht weiter und dies ist genau der Grund, warum ich nun doch noch zu meinem Bericht kommen will.
Wir haben im Jahre 2007 extrem viel erreicht und ohne die tragischen Todesfälle könnte ich auch von einem Superjahr sprechen. Drei Aufsteiger hat es im FCW wohl noch nie gegeben. Unsere erste in die 2. Liga, die zweite in die 3. Liga und die Senioren in die Meisterklasse - was für ein sportlicher Erfolg, welcher mit einer gebührenden Aufstiegsfeier gefeiert wurde. Dass all diese Mannschaften nach Abschluss der Vorrunde in den hinteren Regionen der Tabelle zu finden sind überrascht mich nicht wirklich. Mit unserer Vereinsphilosophie, dass wir weiterhin kein Geld für Spieler bezahlen, halten wir nach wie vor fest und somit wird es natürlich auch schwieriger, Verstärkungen nach Wallisellen zu holen.
Ebenfalls haben wir rigoros in der ersten Mannschaft durchgegriffen. Spieler, welche sich nicht zu 100% mit der ersten Mannschaft identifizieren, wurden freigestellt oder spielen neu in der zweiten Mannschaft. Der Vorstand stand zu jedem Zeitpunkt voll hinter den Personalentscheidungen unseres Trainers Thomas Maag. Wir stellen nicht den Trainer in Frage, sondern einzelne Spieler. Durch diese Massnahmen hoffen wir, dass in der Mannschaft wieder dieses Zusammengehörigkeitsgefühl aufkommt und jeder für jeden kämpft. Natürlich werden sowohl die zweite Mannschaft wie auch die Senioren alles daran setzten, den Ligaerhalt zu schaffen.
Ebenfalls erfreulich ist die Entwicklung des Juniorinnen- und Mädchenfussballs im FCW. Pascal O. Hauser ist es gelungen, bereits drei Teams in der Herbstrunde am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen zu lassen.
Trotz dieser Erfolge gab es natürlich auch negatives. Als erstes ist der sofortige Rücktritt von Renata Rindlisbacher, welche während 15 Jahren für einen reibungslosen Spielbetrieb gesorgt hat, zu erwähnen. Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Renata für die tolle Zeit und bedauere, dass es soweit gekommen ist. Gleichzeitig heisse ich Miriam Rexhai, welche sich spontan für das vakante Amt gemeldet hat, ganz herzlich willkommen. Sie konnte Ihre Fähigkeiten in den letzten Monaten bereits mehrmals unter Beweis stellen.
Die Entlassung unseres Trainers der zweiten Mannschaft, trotz laufendem Vertrag, gab doch zu Unstimmigkeiten Anlass und es folgte ein unschöner Abgang, welcher uns einiges an Geld kostete.
Ein weiterer Punkt ist die Fairnessrangliste all unserer Mannschaften. Da haben wir uns keinen Schritt verbessert. Wir kassieren viel zu viele Karten. Einmal mehr werden wir an unserem Vorstandsworkshop vom 18. bis 20.1.2008 mit diesem Thema befassen und allenfalls auch interne Konsequenzen in Betracht ziehen.
Ebenfalls haben wir es «verschlafen» genügend Schiedsrichter zu rekrutieren, sodass unser Verein mit einer happigen Busse bestraft wurde. Diese Situation müssen wir sofort in den Griff kriegen. Einige Kandidaten haben wir bereits, aber vielleicht fühlen auch Sie sich angesprochen? Thomas Eckereder freut sich über jeden Namen.
Verbesserungspotenzial sehe ich auch noch im Juniorenbereich. Wir erzielen zwar vereinzelt Erfolge, doch es halndelt sich um einen Prozess, welcher Jahre dauern kann. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass noch nicht alle Trainer begriffen haben um was es geht. Es steht der Verein im Vordergrund und nicht die einzelnen Mannschaften.
Neben all diesen sportlichen Faktoren war es ein sehr intensives Vereinsjahr neben dem Fussballplatz. Innerhalb von nur einem Jahr haben wir unser Teilprojekt betreffend Garderoben und Materialraum realisieren können. Im Frühling können wir die beiden neuen Räumlichkeiten in Beschlag nehmen. An dieser Stelle gebührt mein Dank allen Beteiligten, vor allem der politischen Gemeinde, für diese rasche Realisierung.
Ebenfalls für Aufsehen sorgen die neuen Sitze auf unserer Tribüne. Unter der Regie von Thomas Eckereder, welcher auch die Idee hatte, kauften wir 200 Sitze des alten Hardturmstadion. Ruedi Eckereder und Fritz Eggler montierten diese umgehend auf unserer Steintribüne. Im Frühling wird sich Rocco Paglialonga dann noch den Sitzen annehmen und diese mit unserem FCW-Logo verschönern. Unser Ziel wird sein, dass Sie diese Sitze für einen Pauschalbetrag von 50.- kaufen können und somit immer ihren eigenen Platz haben. Genaue Details folgen an unserer GV vom 7. März 2008.
Ebenfalls Anklang in der Presse fand unser Projekt «Mitmensch», welches leider etwas ins stocken geraten ist. Nach nur einem Modul mit unseren Trainern ist die Referentin ausgestiegen. In der Person von Mark Harvy habe ich aber einen passenden Nachfolger gefunden und wir können das Projekt fortsetzen.
Die zweite Ausgabe unseres Gala-Abends, welcher von René Dieterle wie immer hervorragend organisiert war, war wiederum ein toller Erfolg und, so hoffe ich, wird auch in Zukunft seine Fortsetzung finden.
Ebenfalls möchte ich die vielen Anlässe hier kurz erwähnen, welche vor allem von unserem Juniorenleiter Michael Grambor organisiert und durchgeführt werden. Sei es das Trainer/Betreuerweekend in Dornbirn, das Schülerturnier, das Junioren/Innen Trainingslager in der Lenk, das X-Mas Turnier usw. All diese Anlässe waren ein Riesenerfolg und sind mittlerweile nicht mehr wegzudenken.
Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich die FVRZ-Gala im Dezember. Wir wurden mit der silbernen Plakette ausgezeichnet, welche man erhält, wenn man 5 x «Vorbildlicher Verein» geworden ist. Ausserdem belegten wir von 178 Vereinen den 2. Platz, die beste Platzierung des FCW seit es diese Auszeichnung gibt. Dies bedeutet, dass wir uns noch um einen Platz verbessern müssen, um die Nummer 1 in der Region Zürich zu sein.
All dies sind sicherlich Faktoren, welche dazu beigetragen haben, dass wir nach wie vor auf finanziellen sehr gesunden Füssen stehen. Nicht zuletzt auch durch die zunehmende Anzahl von Sponsoren, welche unsere Arbeit mittlerweile sehr zu schätzen wissen. An dieser Stelle auch wieder einmal ein ganz herzliches Dankeschön, all jener Sponsoren, welche sich für den FCW engagieren.
Einmal mehr zu erwähnen ist unsere Supportervereinigung. René Dieterle ist es gelungen, innerhalb von zwei Jahren die Anzahl Supporter von 19 auf 100!! zu erhöhen und dies nur dank seinem enormen Engagements und Herzblutes, welches er in diese Abteilung steckt.
Wenn Sie diese Zeilen lesen, haben wir bereits einen 3-tägigen Vorstandsworkshop hinter uns, mit dem Ziel, unseren FCW noch besser führen zu können.
In diesem Sinne wünsche ich Allen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr und verbleibe mit dem treffenden Spruch auf einem FCW-Kleber «Dä geilscht Verein im Kanton Zürich».
Euer Präsident
Jörg Bosshart
 
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