Wie Insider wissen, spielte bei den Veteranen vor geraumer Zeit ein Deutscher Namens Jürgen
Becker. Dieser kommt ursprünglich aus Bochum (genauer aus dem Vorort Weitmar). Dort ist er auch
ein gern gesehener Fussballkollege beim SV Blau-Weiss Weitmar
(www.sv-bw-weitmar09.de)
Nun zog es die Walliseller Veteranen an diesem Dezember Wochenende nach Bochum, um sich mit
diesen Fussballkollegen zu messen.
Unser Flug mit der heimischen Swiss brachte uns um die Mittagszeit nach Düsseldorf. Da die
Verpflegung eher etwas knapp angesetzt war, bedienten sich einige einfach gleich dreimal beim
Bordservice. In Düsseldorf stiegen wir in den Sky Train um und fuhren zum Düsseldorfer
Flughafen Bahnhof. Die Abfahrtszeit unseres Regionalzuges war ganz klar um 15:02 angesagt, doch
meinten ein paar Kollegen anhand des Fahrplanes noch frühere und bessere Verbindungen zu finden.
Wir fuhren dann aber wie geplant mit dem Regionalzug durch das ganze Ruhrgebiet nach Bochum. Dort
erwartete uns bereits Roli Rindlisbacher. Er war schon am Vormittag mit der Bahn aus Wallisellen
angereist. Nach dem Zimmerbezug im Hotel Ibis am Bochumer Hauptbahnhof (für den Zweck unserer
Reise absolut geeignet) trafen wir uns an der Hotelbar zu einem ersten Bierli. Kurz vor sechs Uhr
durften wir dann auch Jürgen begrüssen. Er holte uns zusammen mit ein paar Fussballkollegen
des SV Blau-Weiss Weitmar mit dem Auto ab.
Nach der kurzen Fahrt nach Weitmar durften wir erstmals den Platz bestaunen. Wir sollten hier doch
tatsächlich auf dem beinhart gefrorenen Aschenplatz mit einem optischen Ausmass von mindestens
200 m Länge spielen. Nach angemessener Begrüssung unseres heutigen Gegners (mit Austausch
von Gastgeschenken) ging es zum Umziehen und Einlaufen. Nach Betreten des Platzes wurde uns bald klar,
eine allzu aggressive Spielweise könnte auch zu unserem Nachteil sein (einmal Umfallen = gröbste
Hautschürfungen). So entwickelte sich ein angenehmes Spiel, dem sich auch unsere Fussballfreunde
aus Weitmar anpassten. Zur Halbzeit konnten wir noch mit einem torlosen Unentschieden zum Pausenglühwein
gehen. Nach der Halbzeit verliessen uns leider unsere zahlreichen Fans (wegen dem bisschen Kälte)
und so fehlte die notwendige Unterstützung. Weitmar konnte dann dank einem Gastgeschenk unserer
Hintermannschaft das Schlussresultat zum 1:0 mit durchaus sehenswertem Tor erzielen.
Nach dem Spiel gab es erst Mal ein paar Fiege Bierchen (aus der örtlichen Brauerei). Dann gings
zum Duschen in die sehr feudalen Garderoben des FC. Die Duschköpfe funktionieren besser als
bei uns! Unsere Fangemeinschaft hatte es sich mittlerweile im Clubhaus bequem gemacht, wo wir Spieler
später auch dazu stiessen. Dort wurde uns vom Club ein Nachtessen offeriert. Bei geselligem
Beisammensein konnten wir manche Fussballergeschichte austauschen und neue Freundschaften aufbauen. In
sehr gepflegten Ansprachen bedankten sich unser Trainer Michi und unser Obmann Reto beim Gastgeber
und überreichten Jürgen zum Abschied ein Shirt des FC Wallisellen. Es würde uns alle
sehr freuen, wenn wir Jürgen und/oder die Alten Herren des SV Blau-Weiss Weitmar bei uns
wieder antreffen dürften. Zu fortgeschrittener Stunde ging′s per Taxi zurück zum
Hotel. Eigentlich eine einfache und preisgünstige Angelegenheit, nur unser italienischer
Kollege hatte da seine Probleme mit einem Kofferraumdeckel oder dem "Anhalten eines Taxis auf
offener Strasse".
Einige suchten das Bett auf, andere wollten das uns von Jürgen empfohlene
"Bermudadreieck"
(www.bermuda3eck.de)
mit seinen 60 Kneipen erkunden. Die 200 m vom Hotel dorthin muss man ja nicht unbedingt mit dem
Taxi fahren. Natürlich konnten wir noch nicht alle Kneipen testen. Was wir aber angeschaut
haben, wusste durchaus zu gefallen. Teilweise mussten wir uns sogar regelrecht anstrengen (Runden
Jägermeister, etc.), damit wir die Minimalkonsumation von 9 EUR rausholen konnten.
Am nächsten Morgen trafen sich dann wieder alle topfit zum ausgiebigen Frühstück. Danach
war Programm nach Wahl angesagt. Die Meisten verschoben sich zum wirklich sehenswerten Weihnachtsmarkt
in Bochum und machten dort das eine oder andere Einkaufs-Schnäppchen. Gleich ganze Glühweingassen
gab es da zu bestaunen. Auch kulinarisch wurde vom Raclette über Currywurst bis zu Chinesischen
Nudeln und vielen Süssspeisen sehr viel geboten.
Am späteren Nachmittag kamen wir wieder im Hotel zusammen. Von da weg ging′s zu Fuss zum
Ruhr-Stadion. Und das war durchaus eindrücklich. Die vielen tausend Fans konsumierten noch viel
mehr tausend Flaschen Bier und so waren halt auch ein paar Tausend am öffentlichen austreten. Wir
kamen dann aber doch noch einigermassen unbehelligt im Stadion an. Dort erwartete uns bereits eine
imposante Zuschauerkulisse. Auf der einen Seite die Kölner auf der anderen Seite die Bochumer
Fans. Wobei ich sagen muss, die Kölner Fans hatten wirklich fast ein Heimspiel. Das Spiel vermochte
dann nicht sehr zu begeistern, zumal unser Favorit Bochum (Marcel Koller Trainer / Jürgens
Lieblingsclub) den Match saublöd verloren hat. Renato hat sicherlich recht, wenn er sagte, dass
einige Schweizer Clubs (wahrscheinlich meinte er ja Basel) durchwegs hätten mitspielen können.
Nach dem Spiel ging′s zurück in die Innenstadt. Einige schauten in der Sportschau nochmals
das Spiel, andere genossen noch ein Bierli oder Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Danach war
Nachtessen angesagt. Da der Argentinier neben dem Hotel zuwenig Platz für uns alle hatte, suchten
wir halt unser Glück in Gruppen. Zufrieden mit dem Gebotenen waren dem Hören nach alle. Dann
rief uns wiederum das "Bermudadreieck". Dort verlebten wir einige lustige Stunden. Bezeichnend
war, dass sich fast die ganze Truppe zu späterer Stunde wieder in einer Kneipe getroffen hat.
Dort liessen wir es bis zum frühen Morgen ausklingen.
Nach dem Frühstück war nochmals Stadtbesichtigung angesagt. Sei es wiederum beim
Weihnachtsmarkt, im riesigen Einkaufzentrum Ruhr-Park oder für kulturell Interessierte das
Deutsche Bergbaumuseum
(www.bergbaumuseum.de).
Dort gab es einen 1.3 km langen Stollen zu besichtigen und vom Förderturm hatte man eine
phantastische Sicht auf Bochum und das Ruhrgebiet. Am späteren Nachmittag kamen wieder alle
im Hotel zusammen. Die Rückreise zuerst wiederum mit der Bahn zum Flughafen und dann mit dem
Flieger nach Zürich klappte ohne nennenswerte Probleme. Wahrscheinlich trug auch die beim
Einen oder Andern auftretende Müdigkeit seines dazu.
Es war eine tolle Reise. Die Kameradschaft wurde intensiv gepflegt und neue Freundschaften aufgebaut.
Es bleibt zu hoffen, dass die Alten Herren des SV Blau-Weiss Weitmar unserer Einladung folge leisten
und uns im nächsten Sommer in Wallisellen besuchen werden. Auf ein Neues!
Wallisellen, 18. Dezember 2008
Otto Angst
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