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Reise der Veteranen nach Bochum 12. bis 14. Dezember 2008
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20.12.2008 | Otto Angst | Bildergalerie
Wie Insider wissen, spielte bei den Veteranen vor geraumer Zeit ein Deutscher Namens Jürgen Becker. Dieser kommt ursprünglich aus Bochum (genauer aus dem Vorort Weitmar). Dort ist er auch ein gern gesehener Fussballkollege beim SV Blau-Weiss Weitmar (www.sv-bw-weitmar09.de) Nun zog es die Walliseller Veteranen an diesem Dezember Wochenende nach Bochum, um sich mit diesen Fussballkollegen zu messen.
Unser Flug mit der heimischen Swiss brachte uns um die Mittagszeit nach Düsseldorf. Da die Verpflegung eher etwas knapp angesetzt war, bedienten sich einige einfach gleich dreimal beim Bordservice. In Düsseldorf stiegen wir in den Sky Train um und fuhren zum Düsseldorfer Flughafen Bahnhof. Die Abfahrtszeit unseres Regionalzuges war ganz klar um 15:02 angesagt, doch meinten ein paar Kollegen anhand des Fahrplanes noch frühere und bessere Verbindungen zu finden. Wir fuhren dann aber wie geplant mit dem Regionalzug durch das ganze Ruhrgebiet nach Bochum. Dort erwartete uns bereits Roli Rindlisbacher. Er war schon am Vormittag mit der Bahn aus Wallisellen angereist. Nach dem Zimmerbezug im Hotel Ibis am Bochumer Hauptbahnhof (für den Zweck unserer Reise absolut geeignet) trafen wir uns an der Hotelbar zu einem ersten Bierli. Kurz vor sechs Uhr durften wir dann auch Jürgen begrüssen. Er holte uns zusammen mit ein paar Fussballkollegen des SV Blau-Weiss Weitmar mit dem Auto ab.
Nach der kurzen Fahrt nach Weitmar durften wir erstmals den Platz bestaunen. Wir sollten hier doch tatsächlich auf dem beinhart gefrorenen Aschenplatz mit einem optischen Ausmass von mindestens 200 m Länge spielen. Nach angemessener Begrüssung unseres heutigen Gegners (mit Austausch von Gastgeschenken) ging es zum Umziehen und Einlaufen. Nach Betreten des Platzes wurde uns bald klar, eine allzu aggressive Spielweise könnte auch zu unserem Nachteil sein (einmal Umfallen = gröbste Hautschürfungen). So entwickelte sich ein angenehmes Spiel, dem sich auch unsere Fussballfreunde aus Weitmar anpassten. Zur Halbzeit konnten wir noch mit einem torlosen Unentschieden zum Pausenglühwein gehen. Nach der Halbzeit verliessen uns leider unsere zahlreichen Fans (wegen dem bisschen Kälte) und so fehlte die notwendige Unterstützung. Weitmar konnte dann dank einem Gastgeschenk unserer Hintermannschaft das Schlussresultat zum 1:0 mit durchaus sehenswertem Tor erzielen.
Nach dem Spiel gab es erst Mal ein paar Fiege Bierchen (aus der örtlichen Brauerei). Dann gings zum Duschen in die sehr feudalen Garderoben des FC. Die Duschköpfe funktionieren besser als bei uns! Unsere Fangemeinschaft hatte es sich mittlerweile im Clubhaus bequem gemacht, wo wir Spieler später auch dazu stiessen. Dort wurde uns vom Club ein Nachtessen offeriert. Bei geselligem Beisammensein konnten wir manche Fussballergeschichte austauschen und neue Freundschaften aufbauen. In sehr gepflegten Ansprachen bedankten sich unser Trainer Michi und unser Obmann Reto beim Gastgeber und überreichten Jürgen zum Abschied ein Shirt des FC Wallisellen. Es würde uns alle sehr freuen, wenn wir Jürgen und/oder die Alten Herren des SV Blau-Weiss Weitmar bei uns wieder antreffen dürften. Zu fortgeschrittener Stunde ging′s per Taxi zurück zum Hotel. Eigentlich eine einfache und preisgünstige Angelegenheit, nur unser italienischer Kollege hatte da seine Probleme mit einem Kofferraumdeckel oder dem "Anhalten eines Taxis auf offener Strasse".
Einige suchten das Bett auf, andere wollten das uns von Jürgen empfohlene "Bermudadreieck" (www.bermuda3eck.de) mit seinen 60 Kneipen erkunden. Die 200 m vom Hotel dorthin muss man ja nicht unbedingt mit dem Taxi fahren. Natürlich konnten wir noch nicht alle Kneipen testen. Was wir aber angeschaut haben, wusste durchaus zu gefallen. Teilweise mussten wir uns sogar regelrecht anstrengen (Runden Jägermeister, etc.), damit wir die Minimalkonsumation von 9 EUR rausholen konnten.
Am nächsten Morgen trafen sich dann wieder alle topfit zum ausgiebigen Frühstück. Danach war Programm nach Wahl angesagt. Die Meisten verschoben sich zum wirklich sehenswerten Weihnachtsmarkt in Bochum und machten dort das eine oder andere Einkaufs-Schnäppchen. Gleich ganze Glühweingassen gab es da zu bestaunen. Auch kulinarisch wurde vom Raclette über Currywurst bis zu Chinesischen Nudeln und vielen Süssspeisen sehr viel geboten.
Am späteren Nachmittag kamen wir wieder im Hotel zusammen. Von da weg ging′s zu Fuss zum Ruhr-Stadion. Und das war durchaus eindrücklich. Die vielen tausend Fans konsumierten noch viel mehr tausend Flaschen Bier und so waren halt auch ein paar Tausend am öffentlichen austreten. Wir kamen dann aber doch noch einigermassen unbehelligt im Stadion an. Dort erwartete uns bereits eine imposante Zuschauerkulisse. Auf der einen Seite die Kölner auf der anderen Seite die Bochumer Fans. Wobei ich sagen muss, die Kölner Fans hatten wirklich fast ein Heimspiel. Das Spiel vermochte dann nicht sehr zu begeistern, zumal unser Favorit Bochum (Marcel Koller Trainer / Jürgens Lieblingsclub) den Match saublöd verloren hat. Renato hat sicherlich recht, wenn er sagte, dass einige Schweizer Clubs (wahrscheinlich meinte er ja Basel) durchwegs hätten mitspielen können. Nach dem Spiel ging′s zurück in die Innenstadt. Einige schauten in der Sportschau nochmals das Spiel, andere genossen noch ein Bierli oder Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Danach war Nachtessen angesagt. Da der Argentinier neben dem Hotel zuwenig Platz für uns alle hatte, suchten wir halt unser Glück in Gruppen. Zufrieden mit dem Gebotenen waren dem Hören nach alle. Dann rief uns wiederum das "Bermudadreieck". Dort verlebten wir einige lustige Stunden. Bezeichnend war, dass sich fast die ganze Truppe zu späterer Stunde wieder in einer Kneipe getroffen hat. Dort liessen wir es bis zum frühen Morgen ausklingen.
Nach dem Frühstück war nochmals Stadtbesichtigung angesagt. Sei es wiederum beim Weihnachtsmarkt, im riesigen Einkaufzentrum Ruhr-Park oder für kulturell Interessierte das Deutsche Bergbaumuseum (www.bergbaumuseum.de). Dort gab es einen 1.3 km langen Stollen zu besichtigen und vom Förderturm hatte man eine phantastische Sicht auf Bochum und das Ruhrgebiet. Am späteren Nachmittag kamen wieder alle im Hotel zusammen. Die Rückreise zuerst wiederum mit der Bahn zum Flughafen und dann mit dem Flieger nach Zürich klappte ohne nennenswerte Probleme. Wahrscheinlich trug auch die beim Einen oder Andern auftretende Müdigkeit seines dazu.
Es war eine tolle Reise. Die Kameradschaft wurde intensiv gepflegt und neue Freundschaften aufgebaut. Es bleibt zu hoffen, dass die Alten Herren des SV Blau-Weiss Weitmar unserer Einladung folge leisten und uns im nächsten Sommer in Wallisellen besuchen werden. Auf ein Neues!
Wallisellen, 18. Dezember 2008
Otto Angst
 
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